Kompromisslösung für Neubescheide zur Feldbewässerung gefunden

09.07.2019 Nach intensiven Abstimmungsgesprächen zwischen dem Landratsamt Regensburg, dem Wasserwirtschaftsamt Regensburg und dem Bayerischen Bauernverband konnte nun auch für neu zu erlassende Bescheide zur Feldbewässerung eine praxisgerechte Lösung gefunden werden.

Neubescheide enthalten demnach auch künftig keine strikte Festlegung der exakten Bewässerungszeiten- sondern lediglich die allgemeine Vorgabe, dass die Bewässerung auf verdunstungsarme Zeiten (wie etwa in Nacht- und frühe Morgenzeiten, bei bedecktem Himmel oder bei mäßiger Sonneneinstrahlung) zu beschränken ist.

„Mit dieser praxisgerechten Lösung“, so Landrätin Tanja Schweiger, „kann den Befürchtungen vieler betroffener Landwirte Rechnung getragen werden, die bei einer starren Zeitvorgabe nur für die Nachtzeiten auf erhebliche Bewirtschaftungserschwernisse hingewiesen hatten.“ Beispielsweise dadurch, dass die Landwirte dann auch noch nachts auf den Feldern sein müssten aufgrund der notwendigen Neujustierungen der Anlagen.“ Auch hätten Landwirte berichtet, dass gegen sie beim Betrieb der Bewässerungsanlagen in der Nacht von angrenzenden Anwohnern Anzeige wegen Lärmbelästigung erstattet worden sei. Generell aufgenommen werde in den neuen Bescheiden aber die Verpflichtung, ressourcenschonende Bewässerungstechnologien einzusetzen. Auch würden die neuen Bescheide - anders als bisher - nicht mehr eine Gültigkeitsdauer von 20, sondern nur noch von zehn Jahren haben. Dies, um - angesichts der Klimaveränderungen - schneller auf neue Anforderungen reagieren zu können, trotzdem aber den Landwirten eine gewisse Rechtssicherheit geben zu können.

Hintergrund:

Mit Pressemitteilung des Landratsamtes vom 20.05.2019 war zu diesem Thema berichtet worden, dass bislang nicht vorgesehen sei, die noch bestehenden wasserrechtlichen Erlaubnisse für die Grundwassernutzung und Nutzung der Oberflächengewässer für die Feldbewässerung zu ändern. Das heißt, die Zeiten der Bewässerung– wie auch die anderen Auflagen – bleiben für die zur Zeit genehmigten circa 1.200 Brunnen beziehungsweise genehmigten Feldbewässerungen aus Oberflächengewässern bis zum Ablauf der Erlaubnisse vorerst unverändert.

Für die neu zu bewilligenden Brunnen beziehungsweise Feldbewässerungen – so die Pressemitteilung vom 20.05.2019 - bestehe noch Abstimmungsbedarf zwischen dem Landratsamt Regensburg, dem Wasserwirtschaftsamt Regensburg und dem Bayerischen Bauernverband.

Diese Abstimmung hat jetzt stattgefunden mit dem dargestellten Ergebnis.

 

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