Landrätin Tanja Schweiger besuchte Fachschule für Heilerziehungspflege

02.06.2020 „Einer der vielseitigsten Berufe im sozialen Bereich ist der Beruf der Heilerziehungspflegerin beziehungsweise des Heilerziehungspflegers“, nennt Konrad Gstettner, Schulleiter der Fachschule für Heilerziehungspflege der Barmherzigen Brüder in Tegernheim, einen Pluspunkt für die Wahl dieses Berufs. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Offenen Behindertenarbeit über Tagesstätten an Förderschulen bis hin zu medizinischen Rehabilitationseinrichtungen. Weitere Kriterien für die Heilerziehungspflege sind flexible Arbeitszeiten und – vor allem – die Arbeit mit Menschen. „Es kommt unglaublich viel zurück“, bringt es Konrad Gstettner auf den Punkt. Trotzdem gibt es einen Fachkräftemangel im sozialen Bereich, und diesem gilt es entgegen zu treten. Das eine sind PR-Maßnahmen, das andere politische Lobbyarbeit. Und so lud Konrad Gstettner am Montag, 25. Mai 2020, Landrätin Tanja Schweiger ein, um mit ihr die Sachlage zu diskutieren.

Bevor der Schulleiter, Landrätin Tanja Schweiger und drei Lehrkräfte der Fachschule für Heilerziehungspflege, Sandra Alter, Martina Stern und Michael Veit, mögliche Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel bei den sozialen Berufen diskutierten, skizzierte Konrad Gstettner den Alltag seiner Schule zu Corona-Zeiten: „Der Unterricht läuft größtenteils virtuell ab.“ Auf der fachschuleigenen E-Learning-Plattform werden Unterrichtsmaterialien und Aufgaben zum Bearbeiten online gestellt. Bei zusätzlichen Videokonferenzen vermitteln die Lehrkräfte Inhalte und vertiefen diese mit den Schülerinnen und Schülern. In Hinblick auf E-Learning hat die Fachschule einen Vorsprung, denn seit der Gründung vor sechs Jahren setzt die Schule ein eigenes E-Learning-System ein. Gerade in Corona-Zeiten ein großer Vorteil; noch dazu, weil die Schülerinnen und Schüler, die im wöchentlichen Wechsel zur Schule mit Menschen, die häufig zu den Risikogruppen gehören, arbeiten. „Vergelt’s Gott für ihr Engagement und die geleistete Arbeit in diesen schwierigen Zeiten“, bedankte sich Landrätin Tanja Schweiger bei ihrem Besuch.

Neben der Herausforderung, die Corona mit sich bringt, steht die Fachschule vor einer weiteren: dem Nachwuchs. Beziehungsweise dem fehlenden Nachwuchs. Mit Landrätin Tanja Schweiger überlegten Konrad Gstettner sowie die Lehrkräfte, wie man diesem Trend entgegenwirken könne, mit folgendem Ergebnis: verstärkte Netzwerkarbeit zusammen mit den Trägern der Behindertenhilfe und den allgemeinbildenden Schulen. „Der Landkreis Regensburg wird unterstützen, wo Unterstützung möglich ist; im ersten Schritt würde ich hier auch eine Zusammenarbeit mit der Bildungsregion sehen“, so Landrätin Tanja Schweiger. Denn natürlich ist es so, dass der Fachkräftemangel bei den sozialen Berufen eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung ist.

(Junge) Menschen, die an einer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin / zum Heilerziehungspfleger interessiert sind, können sich jetzt online, per E-Mail oder postalisch bewerben. Das Aufnahmeverfahren für das Schuljahr 20/21 läuft uneingeschränkt. Die Kontaktdaten der Schule sind wie folgt:

Fachschule für Heilerziehungspflege der Barmherzigen Brüder, Von-Heyden-Straße 14, 93105 Tegernheim

Tel.: 09403 954757-0

E-Mail: fachschule-tegernheim@barmherzige-reichenbach.de

Web: www.heilerziehungspflegeschulen.de

Kategorien: Landkreis

Konrad Gstettner, der Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege der Barmherzigen Brüder in Tegernheim, diskutierte mit Landrätin Tanja Schweiger über den Fachkräftemangel im sozialen Bereich. Foto: Stefan Lex/LRA
Konrad Gstettner, der Leiter der Fachschule für Heilerziehungspflege der Barmherzigen Brüder in Tegernheim, diskutierte mit Landrätin Tanja Schweiger über den Fachkräftemangel im sozialen Bereich. Foto: Stefan Lex/LRA

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